Strukturteile aus Superlegierungen mit tiefen Bohrungen sind in der Luft- und Raumfahrt, der Kerntechnik und bei Turbinenanwendungen unverzichtbar, wo hohe Axialbelastungen, interne Fluidführungen und thermische Beständigkeit entscheidend sind. Diese Bohrungen überschreiten oft eine Tiefe von 20×D und müssen unter Temperaturen über 1000 °C sowie mechanischen Spannungen von über 1000 MPa ihre Konzentrizität, Geradheit und Maßhaltigkeit bewahren.
Neway AeroTech bietet fortschrittliche Lösungen für die CNC-Bearbeitung von Superlegierungen und das Tiefbohren für geschmiedete oder gegossene Strukturteile aus Inconel 718, CMSX-4, Hastelloy X und Rene 41.
Neway AeroTech integriert schwere vertikale und horizontale CNC-Bearbeitungszentren mit hochpräzisen Bohr- und Finishsystemen zur Herstellung von Strukturkomponenten mit tiefen Bohrungen.
BTA- und Gun-Bohren mit einem Werkzeuglauf ≤ 0,01 mm über eine Tiefe von 25×D
5-Achs-Bearbeitung für orthogonale Merkmale und Lastschnittstellen
Vakuum-Feinguss oder geschmiedete Rohlinge, vorbereitet für die Bohrungsausrichtung
Bohrungsstützvorrichtungen und schwingungsdämpfende Spannvorrichtungen zur Gewährleistung der Konzentrizität
CNC-Programmierungs- und Simulationswerkzeuge validieren jeden Durchgang vor den Produktionsläufen.
Legierung | Max. Temp. (°C) | Streckgrenze (MPa) | Anwendung |
|---|---|---|---|
704 | 1035 | Triebwerksgehäuse, Lagerstützen | |
980 | 950 | Strukturbaugruppen für Raketen | |
1140 | 980 | Lasttragende Turbinensegmente | |
1175 | 790 | Hochtemperaturrahmen, Reaktorkerne |
Diese Werkstoffe werden aufgrund ihrer hervorragenden Ermüdungs-, Kriech- und Wärmebeständigkeit unter anhaltender mechanischer Belastung ausgewählt.
Ein Kunde aus der Luft- und Raumfahrt benötigte einen 420 mm dicken Strukturring aus Inconel 718 mit zwei Bohrungen von 6 mm Durchmesser bei 25×D. Diese Bohrungen mussten innerhalb von 0,07 mm konzentratisch sein, einen Rauheitswert Ra ≤ 0,5 μm aufweisen und nach der Montage druckdicht sein. Gun-Bohren und mehrachsige CNC-Bearbeitung wurden mit fortschrittlichen Spannvorrichtungen und Inspektionen kombiniert.
Modell | Beschreibung | Werkstoff | Tiefenverhältnis | Industrie |
|---|---|---|---|---|
SBC-700 | Strukturträgerblock mit Doppelbohrung | Inconel 718 | 24×D | |
LBS-550 | Lasttragendes Turbinensegment mit Kühlkanälen | CMSX-4 | 22×D | |
PRF-400 | Druckring mit gestufter Innenbohrung | Rene 41 | 25×D | |
RCS-600 | Reaktorkern-Stützrohr mit Thermokanal | Hastelloy X | 20×D |
Diese Teile arbeiten unter schwankenden Lasten und thermischen Schocks, was eine exakte Bohrungspositionierung und Haltbarkeit erfordert.
Eintrittswinkelgenauigkeit ±0,01 mm, um Dezentrierung über lange Distanzen zu vermeiden
Thermische Spannung und Durchbiegung in geschmiedeten Teilen während des Bohrens und Finishing
Oberflächengüte Ra ≤ 0,5 μm für strömungskritische Kanäle
Interne Vibrationen und Werkzeugharmonische, die die Bohrungsgeradheit beeinflussen
Verformung nach der Bearbeitung unter Last ohne Spannungsarmglühen
Gun-Bohren mit Schwingungsdämpfern und 100 bar Kühlschmierstoffdruck zur Spanevakuierung
Vorbearbeitende Wärmebehandlung zur Stabilisierung der inneren Kornstrukturen
5-Achs-Schrupp- und Schlichtbearbeitung mit kontrolliertem Peck-Bohren und geringer Spanlast
Nach dem Bohren angewandtes HIP und Oberflächenbehandlungen zur Rissvermeidung
Integrierte KMG-Überprüfung und 3D-Laserscanning zur Validierung
Jede Komponente wurde gegossen oder geschmiedet, dann grob gefräst und mittels Tiefbohren mit Peck- und kühlmittelgespeisten Zyklen gebohrt. Die Abweichung der Bohrungsachse wurde über 150 mm innerhalb von 0,008 mm gehalten.
Kritische Merkmale wurden per EDM auf Ra ≤ 0,4 μm poliert. Gewindeanschlüsse wurden gemäß ISO 6H CNC-gefräst. Bohrungsaustritts- und -eintrittsflächen hielten eine Ebenheit innerhalb von 0,01 mm für die Druckabdichtung ein.
Zwischen den Operationen wurden HIP- und Spannungsarmglühzyklen angewendet. Je nach Anwendungsspezifikation wurde eine abschließende Passivierung oder TBC-Beschichtung aufgetragen. Optionale Schweiß- oder Fügeflächen wurden auf die erforderlichen Pass toleranzen bearbeitet.
Ein KMG stellte die Maßgenauigkeit sicher. Röntgenprüfung verifizierte die Bohrungskonsistenz und Geradheit. Eine REM-Analyse validierte die Oberflächenintegrität und Mikrostruktur nach dem Bohren.
Welche Bohrtiefen können in Strukturteilen aus Superlegierungen erreicht werden?
Wie wird die Geradheit von Bohrungen in tiefen Strukturkomponenten überprüft?
Welche Legierungen werden für bohrungskritische Luft- und Raumfahrtstrukturen bevorzugt?
Können diese Bohrungen zyklischen Belastungen ohne Verformung standhalten?
Welche Nachbearbeitung ist für kerntechnisch zertifizierte Teile erforderlich?