Um langfristige Zuverlässigkeit in Hochtemperatur-Luftfahrtumgebungen sicherzustellen, wird die Wirksamkeit von Wärmedämmschichten (TBCs) durch eine Kombination aus thermischen, mechanischen und mikrostrukturellen Testmethoden bewertet. Diese Prüfungen werden nach Fertigungsprozessen wie der TBC-Aufbringung durchgeführt und können Nachbearbeitungsprozessen wie der Superlegierungs-CNC-Bearbeitung oder dem heißen isostatischen Pressen (HIP) folgen. Das Hauptziel ist es, die Haftung der Beschichtung, die Beständigkeit gegen thermische Ermüdung, das Oxidationsverhalten und die Stabilität der Haftvermittlerschicht unter realen Motorbedingungen zu bestätigen.
Thermische Zyklustests setzen beschichtete Komponenten schnellem Aufheizen und Abkühlen aus, um Motorstart und -abschaltung zu simulieren. Dies bewertet die Beständigkeit gegen Rissbildung und Abplatzungen. Hochzyklus- und Niederzyklus-Ermüdungstests simulieren die Spannungsschwankungen, die in Turbinenschaufeln aus Einkristallguss auftreten. Die Beständigkeit gegen Beschichtungsablösung und Rissausbreitung ist entscheidend für die Bestimmung der nutzbaren Lebensdauer.
TBCs werden korrosiven Verbrennungsgasen ausgesetzt, um die Stabilität der Schutzschicht zu bewerten. Die Tests simulieren aggressive Umgebungen, wie sie in Öl- und Gas- sowie Stromerzeugungs-Turbinen vorkommen. Gewichtszunahmeanalyse und mikrostrukturelle Beobachtung werden verwendet, um die Bildung von Oxidschichten und die Erschöpfung der Haftvermittlerschicht zu beurteilen.
Haftfestigkeitsprüfungen verifizieren die Verbindung zwischen keramischer Deckschicht und metallischer Haftvermittlerschicht. Mechanische Abzugstests und Ritzprüfungen werden häufig verwendet. Wenn TBC auf gerichtet erstarrten Legierungen mittels Superlegierungs-Richtguss aufgebracht wird, wird die Zuverlässigkeit der Haftvermittlerschicht kritisch, da sich thermische Gradienten in der Nähe von Korngrenzen konzentrieren. Mikroskopie und Querschnittsanalyse bestätigen die Gleichmäßigkeit der Beschichtungsdicke und die Rissbeständigkeit.
Zerstörungsfreie Materialprüfung und -analyse wird verwendet, um die Beschichtungsqualität zu inspizieren, ohne die Komponente zu beschädigen. Röntgenbildgebung, CT-Scanning, Ultraschallprüfung und Thermografie erkennen Delamination, Hohlräume und unterirdische Risse. Diese Techniken stellen die TBC-Stabilität vor und nach simulierten Motorzyklen sicher und ermöglichen es Luftfahrtbetreibern, Wartungsintervalle vorherzusagen und Ausmusterungsgrenzen festzulegen.