Inconel- und Monel-Legierungen eignen sich aufgrund einer Kombination ihrer inhärenten metallurgischen Eigenschaften und ihres günstigen Verarbeitungsverhaltens außergewöhnlich gut für das Laserauftragsschweißen. Beide Legierungsfamilien weisen eine ausgezeichnete Schweißbarkeit und eine geringe Rissanfälligkeit während der raschen Erstarrung auf – eine kritische Anforderung für die hohen Abkühlraten, die dem Laserauftragsschweißen innewohnen. Dies ermöglicht die Bildung dichter, metallurgisch einwandfreier Auftragschichten mit starken Schmelzverbindungen zu einer Vielzahl von Grundwerkstoffen, einschließlich Kohlenstoff- und Edelstählen. Ihre konsistente Leistung während der Schmelzprozesse macht sie zu zuverlässigen Wahlmöglichkeiten für präzise additive Reparaturen und Oberflächenveredelungen.
Der Hauptvorteil von Inconel-Legierungen, wie Inconel 625 und 718, liegt in ihrer herausragenden Hochtemperaturfestigkeit, Oxidationsbeständigkeit und Ermüdungslebensdauer. Wenn sie mittels Laserauftragsschweißen aufgebracht werden, erzeugen sie eine schützende Oberflächenschicht, die diese Eigenschaften ansonsten weniger leistungsfähigen Bauteilen verleiht. Dies ist ideal für die Reparatur und den Schutz hochwertiger Teile, die extremen thermischen und mechanischen Belastungen in der Luft- und Raumfahrt (z.B. Turbinenschaufelspitzen, Brennkammern) und in Stromerzeugungsturbinen ausgesetzt sind. Die Auftragschicht widersteht effektiv Kriechen, thermischer Ermüdung und Heißgaskorrosion.
Monel-Legierungen, insbesondere Monel 400 und K-500, werden für ihre außergewöhnliche Beständigkeit gegen Korrosion durch Meerwasser, Säuren und Laugen geschätzt. Das Laserauftragsschweißen mit Monel bietet eine kosteneffektive Methode, um diese robuste Korrosionsbeständigkeit auf kritische Bereiche großer Bauteile zu übertragen. Dies wird umfassend in maritimen Anwendungen (Propellerwellen, Ventile), chemischen Prozessanlagen und Öl- und Gassystemen eingesetzt, wo Bauteile saurem Gas (H2S) und salzhaltigen Umgebungen ausgesetzt sind. Die Beschichtung fungiert als permanente, undurchlässige Barriere, macht den Bau aus massivem Monel überflüssig und verlängert die Lebensdauer der Bauteile erheblich.
Die Wirksamkeit der Beschichtung mit diesen Legierungen wird oft durch nachfolgende Nachbearbeitungsschritte verbessert. Für Inconel-Beschichtungen kann eine Wärmebehandlung nach dem Auftrag angewendet werden, um Spannungen abzubauen und die Ausscheidungsstruktur für maximale Hochtemperaturleistung zu optimieren. Die beschichteten Oberflächen erfordern typischerweise eine Endbearbeitung durch CNC-Bearbeitung oder Schleifen, um präzise Maßtoleranzen und glatte Oberflächen zu erreichen. Die endgültige Beschichtungsqualität wird durch Materialprüfung und -analyse validiert, um sicherzustellen, dass die Auftragschicht frei von Defekten ist und die erforderliche Härte, Verbundfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit aufweist.