Um die strukturelle Integrität und Leistung von Komponenten aus dem Drahtlichtbogenadditivverfahren (WAAM) sicherzustellen, wird eine Kombination aus zerstörungsfreien und zerstörenden Prüfmethoden angewendet. Zerstörungsfreie Prüfungen wie Röntgen- und CT-Scans werden eingesetzt, um Porosität, Mangel an Verschmelzung und interne Defekte zu erkennen, insbesondere in nickelbasierten Legierungen wie Inconel 713. Ultraschallprüfung und Eindringprüfung werden ebenfalls häufig verwendet, um Oberflächenrisse und Verbindungsqualität zu bewerten, ohne das Bauteil zu beschädigen.
Zerstörende Prüfungen werden durchgeführt, wenn mechanische Eigenschaften für Luft- und Raumfahrt- oder Energieanwendungen validiert werden müssen. Zug-, Härte- und Ermüdungsprüfungen geben Aufschluss über Schweißfestigkeit, Duktilität und Langzeitbeständigkeit. Diese Tests werden oft nach Nachbearbeitungsprozessen wie HIP oder Wärmebehandlung durchgeführt, um verbesserte Mikrostruktur und Dichte zu bestätigen.
Die Materialcharakterisierung ist bei WAAM entscheidend. Die metallografische Untersuchung durch Querschliffpolitur ermöglicht es Ingenieuren, Gefügestruktur, wärmebeeinflusste Zonen und Eigenspannungszonen zu beobachten. Fortschrittliche Materialprüf- und Analysetechniken, einschließlich REM/EDS, chemischer Zusammensetzungsprüfungen und Phasenidentifikation, werden verwendet, um zu überprüfen, ob die Legierungseigenschaften anwendungsspezifische Anforderungen erfüllen.
Für Hochtemperaturkomponenten wie Turbinenschaufeln und Brennkammerauskleidungen können thermische Ermüdungs- und Kriechprüfungen erforderlich sein, um Betriebsbedingungen zu simulieren. Diese Tests bestätigen, dass WAAM-Bauteile zyklische Erwärmung, Belastung und Hochdruckumgebungen über einen langen Betriebszeitraum standhalten können.
Die Qualitätsvalidierung ist besonders streng in den Bereichen Luft- und Raumfahrt und Energieerzeugung, wo WAAM-Komponenten in Turbinengehäusen, Halterungen und Strukturbaugruppen eingesetzt werden. Die Prüfkriterien sind an Industriestandards wie ASTM, AMS oder ISO ausgerichtet, und jede Fertigungscharge ist durch Prüfberichte rückverfolgbar, um Zuverlässigkeit und Prozesswiederholbarkeit sicherzustellen.