Traditionelles Prototyping für Bremsanlagenkomponenten erfordert umfangreiche Werkzeugherstellung und lange Fertigungszyklen. Durch die Nutzung eines 3D-Druck-Service können Prototypen innerhalb von Tagen hergestellt werden, was die Validierung von Geometrie, Spannungsverteilung und Montagepassung beschleunigt. Dies reduziert die F&E-Kosten und ermöglicht schnellere Designiterationen, insbesondere in den Entwicklungsphasen von Luft- und Raumfahrt- sowie Automobilbremsmodulen.
Bremsanlagen benötigen oft leichte, aber robuste Komponenten mit Kanälen für Fluidströmung, Verstärkungsstrukturen oder Aktuatorschnittstellen. Durch Superlegierungs-3D-Druck können Ingenieure Teile mit Gitterverstärkungen, topologieoptimierten Wänden und integrierten Befestigungsmerkmalen ohne traditionelle Fertigungseinschränkungen herstellen. Dies ermöglicht Funktionstests der tatsächlichen Leistungsmerkmale anstelle vereinfachter Prototypen.
Kandidatenlegierungen wie Stellite 6B und hochfeste Nickellegierungen wie Inconel 718 können additiv gefertigt werden, um das reale thermische und Reibungsverhalten während des Funktionstests zu bewerten. Nach der Validierung können diese Prototypen unter Beibehaltung der gleichen Designabsicht in die Serienfertigung überführt werden, beispielsweise durch Vakuum-Feinguß oder präzise CNC-Bearbeitung.
Prototypenteile können weiter verbessert werden, indem Heißisostatisches Pressen (HIP) und Materialprüfung und -analyse eingesetzt werden, um reale Bremslasten zu simulieren. Dies stellt sicher, dass die additive Struktur unter Stoß-, Vibrations- und zyklischer Belastung haltbar bleibt. Die endgültige Integration in Bremsmodule erfolgt durch präzise Superlegierungs-CNC-Bearbeitung, um Montagetoleranzen zu erfüllen.