Die TA15-Titanlegierung (Ti-6,5Al-1Mo-1V-2Zr) bietet im Vergleich zur Standardlegierung Ti-6Al-4V eine überlegene mechanische Stabilität bei hohen Temperaturen, was sie besonders für Triebwerkskomponenten und thermisch belastete Strukturteile in der Luft- und Raumfahrt geeignet macht. Bei der Anwendung durch LENS-Reparatur oder additiven Aufbau behält TA15 seine Festigkeit und Kriechbeständigkeit in den für Luft- und Raumfahrtsysteme typischen Hochtemperaturumgebungen.
TA15 zeigt ein stabiles Schmelzbadverhalten mit reduzierter Rissneigung während der LENS-Abscheidung. Ihre verbesserte Schweißbarkeit ermöglicht den additiven Aufbau von Merkmalen, lokale Verstärkungen oder Reparaturen an Komponenten, die ursprünglich durch Vakuum-Feinguß oder Schmieden hergestellt wurden. Dies ermöglicht die direkte Wiederherstellung von Komponenten anstelle eines vollständigen Austauschs.
Die Legierung zeichnet sich durch ein hohes Festigkeits-Gewichts-Verhältnis und eine verbesserte Ermüdungsbeständigkeit aus, was eine Gewichtsreduzierung ohne Kompromisse bei der sicherheitskritischen Leistung ermöglicht. In Kombination mit Nachbearbeitungsverfahren wie Heißisostatischem Pressen (HIP) und präziser CNC-Bearbeitung erreicht TA15 eine luft- und raumfahrtgerechte Mikrostrukturgleichmäßigkeit und Maßgenauigkeit.
Der LENS-Druck ermöglicht die In-situ-Reparatur hochwertiger TA15-Komponenten, insbesondere in strukturellen oder triebwerksbezogenen Anwendungen. Anstatt neue Teile herzustellen, können abgenutzte oder beschädigte Bereiche wiederaufgebaut werden, was Wartungskosten und Ausfallzeiten reduziert. Dieser Ansatz wird auch in den Bereichen Stromerzeugung und Militär und Verteidigung weit verbreitet eingesetzt.
TA15 reagiert sehr gut auf Nachbehandlungstechniken. Eine Wärmebehandlung verbessert die Mikrostrukturverfeinerung und die Ermüdungsbeständigkeit, während HIP die Porenbeseitigung und volle Dichte sicherstellt. Für die endgültige Präzision sorgt die CNC-Bearbeitung für fertigungsgerechte Maßtoleranzen.