Die Materialabtragsrate (MRR) von EDM basiert auf elektrischer Entladungserosion anstelle von Schneiden oder Abrieb, was sie langsamer als konventionelle Bearbeitung oder Schleifen macht. Sie zeichnet sich jedoch bei der Bearbeitung von schwer zerspanbaren Superlegierungen aus – wie CMSX-11 und Hastelloy X – wo Werkzeugverschleiß und Wärmeschäden die Effizienz von Fräsen oder Schleifen begrenzen.
Im Vergleich zu abrasiver Feinbearbeitung oder CNC-Bearbeitung behält EDM eine hohe Präzision bei gehärteten oder komplexen Formen bei, erzeugt jedoch typischerweise eine niedrigere MRR aufgrund kontrollierter Pulsenerosion.
Traditionelle CNC-Bearbeitung kann Material mit einer Rate von mehreren Kubikzentimetern pro Minute abtragen, während die Abtragsraten von EDM oft niedriger, aber bei schwierigen Materialien weitaus konsistenter sind. Schleifen kann für die Oberflächenbearbeitung eine schnellere MRR erreichen, hat jedoch Schwierigkeiten mit komplexen Geometrien und inneren Hohlräumen. EDM, insbesondere Senkerodieren, kann Material gleichmäßig auch in tiefen Hohlräumen und dünnwandigen Bereichen abtragen – ohne Spannungen oder Werkzeugdurchbiegung zu verursachen.
Um Geschwindigkeit und Präzision auszugleichen, wird EDM häufig mit Superlegierungs-CNC-Bearbeitung kombiniert, wobei EDM die Grobformgebung übernimmt und die CNC-Feinbearbeitung Toleranzen und Oberflächenqualität verfeinert.
In Luft- und Raumfahrt und Energieerzeugungs-Anwendungen ist die MRR nicht das einzige Leistungskriterium – strukturelle Stabilität, Kühlkanalpräzision und mikrostrukturelle Integrität sind oft entscheidender. EDM wird daher bevorzugt, wenn traditionelle Methoden mechanische Schäden riskieren oder komplexe innere Geometrien nicht erreichen können.
Letztendlich bietet EDM eine niedrigere Materialabtragsrate – aber überlegene Kontrolle und Zuverlässigkeit – was es für die kritische Nachbearbeitung fortschrittlicher Superlegierungsbauteile unverzichtbar macht.