WAAM (Wire Arc Additive Manufacturing) baut Aluminiumbauteile schichtweise auf, wobei ein Lichtbogen als Wärmequelle und Metalldraht als Ausgangsmaterial verwendet wird. Für AlSi10Mg wird der Draht kontinuierlich mit gesteuerter Roboterbewegung geschmolzen und abgeschieden. Seine gute Schweißbarkeit und Fließfähigkeit ermöglichen einen stabilen Lichtbogenbetrieb und eine gleichmäßige Wulstbildung. Der Siliziumgehalt hilft, das Schrumpfen während der Abkühlung zu kontrollieren, während Magnesium das Ausscheidungshärtungspotenzial nach der Abscheidung verbessert.
Im Vergleich zu pulverbasiertem 3D-Druck ermöglicht WAAM hohe Abscheidungsraten und die Herstellung großer Komponenten mit reduziertem Materialabfall und kürzerer Produktionszeit. Es eignet sich besonders für strukturelle und halbstrukturelle Teile, die leichte und dennoch haltbare Eigenschaften erfordern.
Nach der WAAM-Abscheidung durchlaufen Komponenten oft eine Wärmebehandlung, um die mechanische Festigkeit weiter zu verbessern. Die Präzisionsbearbeitung wird mit CNC-Bearbeitung abgeschlossen, um die endgültige Geometrie und Oberflächenqualität zu erreichen. Wenn komplexe innere Strukturen erforderlich sind, kann WAAM mit AlSi10Mg 3D-Druck kombiniert werden, um lokale Merkmale zu verfeinern oder Kanäle zu modifizieren.
Für Anwendungen, die optimierte Festigkeit und Dichte erfordern, wird die Wärmebehandlung auf die Abscheidungsparameter abgestimmt, um die Kornstruktur zu steuern und Eigenspannungen zu beseitigen, was die Gesamtzuverlässigkeit sicherstellt.
WAAM wird in der Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Energieerzeugung für Strukturbrackets, Gehäuse, Versteifungen und funktionale Prototypen weit verbreitet eingesetzt. WAAM unterstützt Leichtbau-Designstrategien und ermöglicht eine schnelle Modifikation der Bauteilgeometrie, insbesondere während der frühen Entwicklungsphase oder bei Kleinserienfertigung.