Der Erfolg von LENS/LMD-Reparaturen hängt stark von der Auswahl eines Zusatzwerkstoffs ab, der metallurgisch mit dem Grundwerkstoff aus Edelstahl kompatibel ist. Die Abstimmung der Legierungszusammensetzung gewährleistet eine ordnungsgemäße Verschmelzung, eine kontrollierte Verdünnung und eine stabile Mikrostruktur nach der Erstarrung. Beispielsweise erfordert die Reparatur von Bauteilen aus 316L-Edelstahl typischerweise ein 316L-äquivalentes Pulver, um die Korrosionsbeständigkeit und Zähigkeit zu erhalten. Die Verwendung nicht abgestimmter Legierungen kann spröde Phasen, Eigenspannungen oder Kontaktkorrosion verursachen, was die Langzeitleistung beeinträchtigt.
Die Materialauswahl beeinflusst, wie gut der reparierte Bereich korrosiven oder hochtemperierten Umgebungen standhält. Edelstähle, die in Öl und Gas, Marine oder chemischen Prozessen eingesetzt werden, müssen nach der Reparatur ihre Oxidstabilität und Lochfraßbeständigkeit beibehalten. Falsche Zusatzlegierungen können den PREN-Wert verringern, was zu einer beschleunigten Korrosion im reparierten Bereich führt. Für Bauteile, die thermischen Zyklen ausgesetzt sind, helfen Materialien mit kompatiblen Wärmeausdehnungskoeffizienten, Risse oder Delamination nach der LMD-Abscheidung zu verhindern.
Um die strukturelle Zuverlässigkeit zu gewährleisten, muss das Reparaturmaterial die mechanischen Eigenschaften der ursprünglichen Legierung erreichen oder übertreffen, insbesondere bei hochbelasteten Komponenten. Ausscheidungshärtende Sorten wie 17-4 PH benötigen wärmebehandelbare Pulver, die korrekt auf Alterungszyklen nach der LMD reagieren. Austenitische Materialien wie 304 und 316L sind auf Duktilität und Ermüdungsfestigkeit angewiesen, die beide von der Pulverreinheit, der Partikelgrößenverteilung und der kontrollierten Erstarrung abhängen. Eine ordnungsgemäße Materialabstimmung stellt sicher, dass der reparierte Bereich im Betrieb keine mechanische Schwachstelle darstellt.
Verschiedene Edelstähle verhalten sich unter Laserschmelzen unterschiedlich, was die Schweißnahtstabilität, Verdünnung und Aufbaugualität beeinflusst. Legierungen mit hoher Wärmeleitfähigkeit oder Reflexionsvermögen können angepasste Prozessparameter erfordern, um eine konsistente Abscheidung zu erreichen. Für die additive Fertigung entwickelte Pulver – wie sie beispielsweise in der Edelstahl-3D-Druck verwendet werden – bieten optimierte Fließfähigkeit und Morphologie, was zu einer glatteren Abscheidung und reduzierter Defektbildung während der LMD-Reparatur führt.