Eine beschädigte Wärmedämmschicht (TBC) kann oft selektiv repariert werden, anstatt vollständig abgetragen und neu beschichtet zu werden – abhängig vom Ausmaß der Schädigung. Bei geringer Erosion oder lokalem Abplatzen werden häufig Punktreparaturen durchgeführt, insbesondere an Turbinenschaufeln, die mittels Einkristallguss hergestellt wurden, oder an hochpräzisen Komponenten, die eine fortgesetzte Maßhaltigkeit erfordern. Wenn jedoch eine Delamination der Haftvermittlerschicht oder umfangreiche Rissbildung festgestellt wird, muss das gesamte Beschichtungssystem entfernt und neu aufgetragen werden, um die Zuverlässigkeit des Wärmeschutzes wiederherzustellen.
Kleinere beschädigte Bereiche können strahlgeputzt und selektiv neu beschichtet werden, ohne das gesamte TBC-System zu entfernen. Plasmaspritz- oder EB-PVD-Punktreparaturtechniken sind geeignet, wenn das Grundmaterial – wie z.B. Inconel 625 oder Rene 80 – strukturell intakt bleibt. Dieser Ansatz minimiert Ausfallzeiten und bewahrt die ursprünglichen Materialeigenschaften.
Bei Versagen der Haftvermittlerschicht, Oxidationsdurchdringung oder großflächigem Abplatzen ist eine vollständige Entfernung der Beschichtung erforderlich. Die TBC wird chemisch abgetragen, gefolgt von Oberflächenvorbereitung und Neuauftrag unter Verwendung fortschrittlicher Wärmedämmschicht-Technologien. Kritische Turbinenkomponenten – insbesondere in Luft- und Raumfahrt und Energieerzeugungssystemen – werden nach planmäßigen Inspektionen oft vollständig neu beschichtet, um sicherzustellen, dass die Ermüdungs- und Oxidationsbeständigkeit innerhalb der Sicherheitsgrenzen bleibt.
Nach der Reparatur oder Neubeschichtung werden fortschrittliche Materialprüfung und -analyse sowie die Maßwiederherstellung mittels Hochleistungslegierungs-CNC-Bearbeitung durchgeführt, um die Haftung, Gleichmäßigkeit und aerodynamische Genauigkeit der Beschichtung zu überprüfen. Thermische Zyklen- und Ermüdungstests bestätigen, dass die wiederhergestellte Komponente sicher wieder in Betrieb genommen werden kann.