Das Laserauftragschweißen bietet eine deutlich höhere Präzision als herkömmliche Beschichtungsverfahren wie PTA-Schweißen, thermisches Spritzen oder MIG/TIG-Auftragsschweißen. Die schmale Wärmeeinflusszone reduziert Verzug und erhält die Eigenschaften des Grundmaterials. Diese Präzision ist entscheidend für komplexe Geometrien und hochwertige Komponenten wie Turbinenschaufeln und Brennkammerteile, die durch Einkristallguss oder Vakuum-Feinguß hergestellt werden.
Im Gegensatz zum thermischen Spritzen – das nur eine mechanische Haftung erzeugt – bildet das Laserauftragschweißen eine metallurgische Bindung mit dem Substrat. Dies gewährleistet eine höhere Beständigkeit gegen Verschleiß, Korrosion und Ermüdung, insbesondere bei der Verwendung von Hochleistungslegierungen wie Hastelloy C-276 oder Stellite 6.
Das Laserauftragschweißen ermöglicht die selektive Wiederherstellung verschlissener Oberflächen, ohne unbeschädigte Bereiche zu verändern, was es ideal für die Präzisionsreparatur von Komponenten macht, die in den Bereichen Energieerzeugung, Schifffahrt und Öl und Gas eingesetzt werden. Herkömmliche Verfahren erfordern oft einen hohen Wärmeeintrag, was zu Verzug und höheren Anforderungen an die Nachbearbeitung führt.
Aufgrund der präzisen Materialauftragung und geringeren Verdünnung erfordern laserauftraggeschweißte Oberflächen weniger Bearbeitungsaufwand, um die endgültigen Toleranzen zu erreichen. Das Verfahren lässt sich effizient mit der Endbearbeitung durch Superlegierungs-CNC-Bearbeitung und Verfestigungsbehandlungen wie Wärmebehandlung oder HIP integrieren.
Das Laserauftragschweißen bietet im Vergleich zu herkömmlichen Oberflächenbeschichtungen eine überlegene Verschleißfestigkeit, Korrosionsschutz und Ermüdungsbeständigkeit. Es wird zunehmend für kritische Anwendungen in den Bereichen Militär und Verteidigung und Luft- und Raumfahrt bevorzugt, wo Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen entscheidend ist.